2006 - Entwicklung und Prototyp eines Schacht-Rieseltrockners für Hackgut


Zur Trocknung von erntefrischem Hackgut mit einem Wassergehalt von 50% auf 30% innerhalb des Beschickungsvorganges (ca. 30-60 min) eines Biomasse-Heizkraftwerkes wird in diesem Projekt ein Niedertemperaturtrockner, ausgebildet als Schacht-Rieseltrockner, entwickelt. Die Befüllung erfolgt von oben mit dem automatischen Hackgut-Beschickungskran des Biomasse-Heizkraftwerkes. Das Hackgut wird von der Trocknungsluft durchströmt, für deren Erwärmung die Kondensatwärme des Heizkraftwerkes genutzt wird. Diese Wärmemenge würde herkömmlich ohne Nutzen an die Umgebung abgegeben werden. Nach Abarbeitung des Energieinhaltes des Dampfes in der Hoch- und Niederdruckstufe der Dampfturbine steht Wärme mit einem Temperaturniveau von etwa 50°C zur Verfügung. Ein Teil der abgeführten Trocknungsluft wird der Verbrennung zugeführt, wodurch hier eine Wirkungsgradsteigerung von etwa 1% zu erzielen ist. Die restliche Luftmenge wird im Umluftbetrieb erwärmt, mit Frischluft gemischt und wieder der Trocknungsanlage zugeführt. Durch die Trocknung im vorgeschlagenen Schacht-Rieseltrockner kann der Heizwert des eingesetzten Hackgutes um über 50% gesteigert werden. Dadurch vermindert sich der Energieverzehr als auch der Ausstoß von Emissionen bei der Durchführung von Hackguttransporten. Ein weiteres Ziel ist die Bereitstellung von hochwertigem und lagerfähigem Hackgut für Einzelfeuerungsanlagen.

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